Hygroskopische Feuchte
Ursachen und Arten der Mauerfeuchte
Diese Art der Feuchtigkeit geht häufig mit anderen Durchfeuchtungsursachen einher.
Warum? Jede Art von Erdfeuchte (Bodenfeuchte), die in das Kapillarsystem des Mauerwerkes eindringt und darin aufsteigt bewirkt, dass mit ihr auch die im Erdreich vorhandenen, feuchteanziehenden Bodensalze in das Mauerwerk eindringen. Wenn die Feuchtigkeit verdunstet, bleiben die Salze zurück – in Mauer, Putz, Tapete, Anstrich.
Im Laufe der Jahre können so große Ablagerungen an Bodensalzen (Salpeter) in Mauern und auf Wandoberflächen entstehen.
Langfristig schädigen diese Salze die Bausubstanz.
Die Salze sind hygroskopisch, sprich, sie ziehen Feuchtigkeit aus der Luft an. Die Wandoberfläche kann daher – je nach Versalzungsgrad – feucht bleiben, auch wenn die Ursachen für aufsteigende Bodenfeuchte und andere Durchfeuchtungsarten beseitigt wurden.
ERSCHEINUNGSBILD
Sichtbare Salzausblühungen.
Die Feuchtigkeitsflecken ändern bei wechselnden klimatischen Verhältnissen ihr Aussehen und werden bei zunehmender Luftfeuchtigkeit deutlicher sichtbar.

LÖSUNG
Salpeterhaltiger, beschädigter Altputz sollte zwingend entfernt werden, um den Entfeuchtungsprozess nicht zu behindern. Bei einer Putzsanierung sind diffusionsoffene, salzresistente, nicht hydrophobierte Putzmörtel zu verwenden, die zur Entfeuchtung des Mauerwerkes beitragen.
Herkömmliche Sanierputze nehmen diese Salze in ihr Porensystem auf. Sobald dessen Aufnahmefähigkeit ausgeschöpft ist, mutiert der Sanierputz zum „Opferputz“ bzw. „Feuchtesperrputz“. Die Haltbarkeit ist folglich meist zeitlich begrenzt und macht häufig eine neuerliche Sanierung notwendig.
Eine Möglichkeit zur oberflächlichen Entsalzung ist die sogenannte „Kompressentechnik“. Diese wird in der Regel bei geringer Salzbelastung und in der Denkmalpflege angewendet.























